Gartenkolumne

Gartenkolumne: „Queen Rose“

Gartenkolumne Queen Rose von Kathrin Kock | kathrinsgarten.de

Die Rose ist die Königin in unserem Garten. Sie ist in Anmut und Grazie unübertroffen, wehrhaft und zerbrechlich zugleich, vielgestaltig wie kaum eine andere Pflanze in unseren Beeten. Rosen sind von einem Zauber umgeben, gelten beizeiten als schwierig und sogar zickig, bescheren uns Romantik und einen Duftrausch, der seinesgleichen sucht. Sie verwandeln das kleinste Stückchen Erde in ein irdisches Paradies. Ihre Blüte wird von Liebhabern sehnsüchtig erwartet, und treffen sich Gleichgesinnte, so liefert die Rose Gesprächsstoff für Stunden.

Wer mit Garten nichts am Hut hat, begegnet der Rose in der Malerei (z. B. „Maria im Rosenhag“ von Martin Schongauer von 1473 oder Pierre Joseph Redouté mit seinem gigantischen Werk „Les Roses“, welches zwischen 1817 und 1824 entstanden ist), der Geschichte (Rosenkriege der englischen Herrscherhäuser York und Lancaster), der Architektur (Rosette), der Literatur, Lyrik, Prosa, Arznei-und Heilkunde, Wappenkunde, in der Symbolik und allerspätestens bei „Douglas und Co.“ in zahlreichen Kosmetikartikeln-und Produkten.

 

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Gartenkolumne: Jäger und Sammler

Dass sich bei uns, paartechnisch gesehen, seit der Steinzeit nicht viel getan hat, ist offensichtlich. Mein Mann geht jagen, ich sammle alles, was mit Garten zu tun hat. Vornehmlich Stauden, Rosen, schöne Gehölze. Gemeinsam haben wir vier Kinder „gesammelt“ und jagen diesen nun in der Weltgeschichte hinterher, um sie bei Ausbildung, Studium, Umzügen, Herzschmerz usw. so gut wie möglich zu unterstützen. Wir sammeln Glück, gemeinsam verbrachte Zeit, gemütliche Abende mit lieben Freunden und jagen schon lange nicht mehr falschen Idealen hinterher.

Gartenkolumne Jäger und Sammler von Kathrin Kock - Mohn | kathrinsgarten.de Garten & Kreatives

Gartenkolumne Jäger und Sammler von Kathrin Kock - Mohn | kathrinsgarten.de Garten & Kreatives

Der Gartenvirus ist trotz aller Bemühungen dennoch nicht auf meinen Mann übergesprungen, es zeigen sich gewisse Resistenzen gegen Blatt und Blüte. So bleibt der Garten mein Revier, was auch gewisse Vorteile hat. Meine unbändige Freude über den Staudenmohn (Papavar orientale „Karine“ und weitere Sorten), der im vergangenen Frühjahr Spätfrösten zum Opfer gefallen war, und der sich in diesem Jahr wieder an die Erdoberfläche kämpft, bleibt bei Tisch ungehört und verhallt, ja, wird sogar übertönt von jagdlichen Gesprächsthemen, die durch das Erlangen des Jagdscheines des jüngsten Kindes, mächtig Auftrieb bekommen haben.

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Gartenkolumne: Alles schläft, einer gräbt

Gartenkolumne von Kathrin Kock - Alles schläft einer gräbt | kathrinsgarten.de

Der Winter ist nicht die bevorzugte Jahreszeit des leidenschaftlichen Gärtners. Gut, die Knochen werden geschont, die Muskeln können ausruhen, der geschundene Rücken findet Genesung. Häusliche Gemütlichkeit ist angesagt bei Kaffee, Tee und Gebäck, gerne am warmen Ofen.

 

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Gartenkolumne: Aufräumarbeiten

Kathrin Kock Landgang Presse-Artikel

Meine Gartenkolumne zum Herbst

Der „Herbstblues“ erwischt mich immer schon ganz früh. Immer im August, je nach Sommer, mal früher, mal später. Voraus geht eine kurze Trockenperiode, der große Baum in meinem Garten bekommt deswegen Stress und lässt ein paar Blätter fallen. Und genau das schlägt mir aufs Gemüt, denn plötzlich weiß ich, dass es ja auch in diesem Jahr einen Herbst geben wird-was nach Sommern wie diesem eine fast unverschämte Idee ist! Der Prozess des sich Anfreundens macht mir für einige Tage das Leben schwer. Dann trete ich in die Phase des Akzeptierens und der eigentliche Herbstbeginn Ende September ist kein Thema mehr.

Nun aber wird jeder Gartenbesitzer vor die unausweichliche Aufgabe des Aufräumens gestellt, Herbstputz ist angesagt, das „Schiermachen“ vor dem Winter.

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