Ei, Ei, Ei – Keramik!

Ein frohes Osterfest wünscht dir und deinen Lieben…

Ich hoffe, du hast bisher genauso einen schönen Tag erlebt, wie wir hier oben im Norden Deutschlands, nahe der Nordsee! Wir haben keinen neuen Schnee bekommen, hurra! Es ist kalt und stürmisch – ABER, die Sonne scheint!

 

Ich möchte dir gerne meine diesjährige Oster-Dekoration vorstellen. Frisch aus dem (Töpfer-) Ofen. Immer wieder spannend, den Ofen nach dem zweiten Brand, dem Glasurbrand, zu öffnen.

Für dieses Jahr wollte ich gerne ein paar neue Keramik-Ostereier herstellen. Ich arbeite meine Keramik-Artikel oft in Gipsformen, die aus zwei Hälften bestehen. Dabei kommen in diesem Fall ausgerollte Ton-Fladen (so nenne ich sie mal) in die beiden Schalen, anschließend werden beide Hälften mit Ton-Schlicker (matschig gemachter Ton) zusammen geklebt.

Im hinteren Bereich des Fotos ist eine zusammengesetzte Gipsform (darin befindet sich das große Ei) zu sehen, vorne habe ich den unteren Teil der Ei-Gipsform schon abgenommen und du kannst noch die Schlicker-Masse erkennen, mit der die beiden Teile zusammen gesetzt werden. Sie klebt noch an der Gipsform.

Für die „Motive“ der Oberfläche des Keramik-Eis habe ich kleine gehäkelte Spitzendeckchen vom Flohmarkt besorgt. Ich habe Ton ausgerollt mit einem Nudelholz. Kurz bevor meine Ton-Fladen die richtige Stärke haben, wird das Spitzendeckchen auf den Ton gelegt und mit übergerollt. Das Deckchen wird abgezogen und das Muster sichtbar. Im Moment meine liebsten Motive! Schön wird es, wenn du verschiedene Deckchen hast und verschieden stark aufdrückst mit dem Nudelholz. Ich liebe es gewollt unegal 😉 Die Ton-Fladen werden mit der Muster-Seite nach außen in die Gipsform gelegt und alle Ton-Fladen-Stücke miteinander verbunden. Dabei werden die jeweils nebeneinander liegenden Stücke mit den Fingern verstrichen.

Auf dem Foto ist schon die Standfläche eingeritzt. Das Ei hat unten ein Loch, auf dem es sicher steht. Schließlich ist der Wind ja etwas stärker bei uns…

Nachdem die beiden Gipsform-Hälften zusammengesetzt sind (vorher werden beide Ränder der beiden Hälften angeraut und dick mit Schlicker bestrichen), müssen sie gute 12-24 Stunden trocken (je nach Größe), das Ei wird ausgepackt, die „Nahtstelle“ wird versäubert und möglichst unsichtbar gemacht.

Dann heißt es 2 Wochen trocknen, ab in den Ofen zum Schrühbrand, glasieren und nochmals in den Keramik-Ofen zum Glasurbrand. Die Glasur ist bei meinen Produkten meistens nur in den Zwischenräumen der Motive und Elemente zu sehen. Daher streiche ich das Ganze tutti completti mit der Glasur ein (hier dunkles grün) und wasche sie wieder so herunter, dass in die Glasur sichtbar bleibt.

Auch hier halte ich es so: lieber unperfekt!

Die ganze Ausbeute: die Eier sind 20, 25 und 35 cm hoch, die Töpfe sind aus der Oberseite der Gips-Ei-Formen entstanden. Sie werden, nachdem sie aus der Form kommen, mit der Unterseite vorsichtig aber beherzt auf die Tischplatte „aufgeschlagen“, damit sie eine Standfläche erhalten. Abzugsloch nicht vergessen, ich nehme einen kleinen Keks-Ausstecher in Herzform dafür.

Ach ja, „Berta“ hat es auch geschafft, noch pünktlich zu schlüpfen:

Boack, boack, boack…

Wer keine Vorkenntnisse und/oder keinen eigenen Brennofen hat, muss trotzdem nicht auf das Arbeiten mit dem tollen Werkstoff Ton verzichten! Keramik-Kurse werden von Keramik-Ateliers, Volkshochschulen und Familienbildungsstätten angeboten. Dort kannst du nicht nur deine eigene (Garten-) Dekoration töpfern, sondern sie ebenfalls glasieren und brennen lassen.

Stellst auch du Dekoration für deine Wohnung, dein Haus oder deinen Garten her? Schreib mir, ich freue mich auf deine Ideen und DIY-Projekte!

 



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