Du hast da n’en Fleck! – Blattschmuckstauden für schattige Plätze

Eine große Aufmerksamkeit in meinem Garten gilt den sogenannten Blattschmuckstauden. Sie glänzen im Beet mit ihren schmucken Blättern – wie es der Name schon sagt. Bei ihnen steht die Blüte fast ein wenig im Schatten.

 

Lungenkraut-Pulmonaria saccharata ‚Sissinghurst White‘

 

Überhaupt werden den Blüten von Pflanzen immer noch eine größere Bedeutung zugemessen, als dem Rest der Pflanze. Das wunderschöne Lungenkraut blüht mit ganz viel Glück in einem sehr milden Winter bereits ab März, das ist abhängig von der jeweiligen Sorte. Das heimische Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) mit einer Blüte, die zwischen den Tönen Violettrosa und  Blauviolett changiert, beginnt als erstes. Die Sorten ‚Sissinghurst White‘ und ‚Mrs. Moon‘ (siehe unten) folgen ab April und blühen bis in den Mai hinein. Das sind immerhin gut sechs bis acht Wochen.

Danach aber trumpfen die Blätter so richtig auf! Du hast da n’en Fleck – und nicht nur einen! ‚Sissinghurst White‘ liebe ich auch wegen der Blüte, ja, gebe ich ja zu. Strahlend weiß, mit den Tazette-Narzissen ‚Thalia‘ schon von weitem ein Highlight. Aber die Blätter mit ihren weißen Tupfen, wie von Kinderhand aufgemalt, schöööön!

Und: die Blätter halten von April bis November! Die ganze Zeit über also ein Hingucker! Für „Anfasser“, schöner gesagt, für Haptiker, ist das behaarte Blatt richtig was Tolles.

Unbedingt in meinen Garten gehört das Kaukasus Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla). Hat zwar in diesem Sinne keinen Fleck, aber auch ein wahnsinnig interessantes Blattwerk. Die Blüte, die von April bis Mai dauert, leuchtet Weiß oder Hellblau. Letzteres so intensiv, super gut!

Lebensbereiche von Lungenkraut und Kaukasus-Vergissmeinnicht sind Gehölz/Gehölzrand-Situationen (frischer bis feuchter Boden) in halbschattiger bis schattiger Lage. Das Kaukasus-Vergissmeinnicht kann auch auf Freiflächen mit Wild-oder Beetstaudencharakter stehen (ebenfalls frischer bis feuchter Boden) in absonniger bis schattiger Lage. Für unseren Hausgarten bedeutet das: Beetlagen um Bäume und Sträucher herum und Beete, die keine direkte Sonne bekommen/oder Schatten durch Bäume/Sträucher/Gebäude bekommen.

Welche Blattschmuckstauden finden sich in deinem Garten? Oder habe ich dich vielleicht auf den Geschmack gebracht und du hast noch Fragen? Raus damit, ich freue mich, von dir zu hören!



4 Gedanken zu „Du hast da n’en Fleck! – Blattschmuckstauden für schattige Plätze

  1. Ja, ich kann nur zustimmen… Blattschmuckstauden sind toll! Unbedingt gehören für mich auch noch die zahlreichen Heuchera Sorten dazu! Die sind auch so wunderbar pflegeleicht!

    Viele Grüße von
    Margit

    • Kathrin Kock sagt:

      Liebe Margit,

      du hast recht, die Purpurglöckchen/Heuchera gehören unbedingt dazu! Es gibt sie in so vielen Blattfarben und jedes Jahr kommen neue Züchtungen auf den Markt.
      Die Funkien/Hostas gehören auch für mich noch dazu.

      Lieben Gruß

      Kathrin

  2. Liebe Kathrin,

    ich würd auch Farne zu den „Blattschmuckstauden“ für den schattigen Bereich zählen – ich find die Wedel jedenfalls wunderschön. 🙂 Lungenkraut hab ich auch im Garten. Und ein Highlight (vor allem nach dem Gießen bzw. einem Regen) ist natürlich der Frauenmantel. 🙂

    Liebe Grüße, Kati

    • Kathrin Kock sagt:

      Liebe Kati,

      die sich entrollenden Farnwedel sehen wirklich total schön aus! Den Frauenmantel liebe ich auch. Die zarte Blüte passt in Sommersträuße wunderbar.
      Außerdem mag er Sonne und Schatten, kommt mit trockenen und feuchten Bodenverhältnissen klar, unkomplizierter geht es nicht.

      Liebe Grüße

      Kathrin

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