„Der englische Gärtner“ – Buchvorstellung und Verlosung

Um es gleich vorweg zu sagen: Es ist mir eine große Ehre, dir dieses Buch eines erfahrenen Langzeit-und Vollblut-Gärtners vorstellen zu dürfen!

Von Hobby zu sprechen wäre sicherlich reichlich vermessen, denn, wer mit 10 Jahren anfängt zu gärtnern, der ist mit Leidenschaft, Engagement, Liebe, Einsatz und noch vielem mehr dabei.

 

Robin Lane Fox wurde 1946 geboren im Mutterland der Gartenleidenschaft. Er ging in Eton zur Schule. Durch eine Verwechselung seiner Adresse mit der eines berühmten Pflanzenkundlers und Gärtners, bekam er als 18-jähriger (nach Ende seiner Schulzeit) einen Job im Alpinium des Münchener Botanischen Gartens. Diese Tätigkeit bescherte ihm Kontakt zu Wilhelm Schacht, dem damaligen Leiter der Freilandabteilung. Es entwickelte sich ein reger Austausch zwischen den beiden, von dem der junge Gartenfreund sichtlich profitierte. Nichtsdestotrotz studierte Robin Lane Fox Alte Geschichte und Altertumswissenschaften in Oxford und lehrte dort bis 2014 am New College.

Für zwei Gärten ist Fox zuständig: Von 1979 an betreut er als „Garden Master“ den Garten seines Oxforder College. Zudem gärtnert er als „Head Gardener“ in seinem 1 Hektar (genau, das sind 10.000 m²!) großen Garten um sein Wohnhaus in den Cotswolds. Was für ein Glück, auf 62 Jahre Gartenerfahrung schauen zu können!

Seit 1970, in bald 48 Jahren, hat Robin Lane Fox über 2000 Gartenkolumnen für die Financial Times geschrieben. Das beeindruckt mich schwer, wenngleich ich mir sicher bin, dass mir für meine Gartenkolumnen nie die Themen ausgehen würden. Aber, wöchentlich, neben seiner Lehr-Tätigkeit, hats off and respect, Mr. Fox!

Die 2010 unter dem Titel „Thoughtful Gardening“ erschienene Originalausgabe wurde in diesem Frühjahr vom Klett-Cotta Verlag herausgebracht. „Der englische Gärtner – Leben und Arbeiten im Garten“, so der deutsche Titel. Das englische Wort „thoughtful“ bietet mindestens elf verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten. „Nachdenklich“ wäre meiner Meinung nach die unpassendste Möglichkeit. Was Robin Lane Fox meint ist: durchdacht, wohl überlegt, gut ausgedacht, aufmerksam, gedankenvoll, bedächtig, besonnen.

„Gärtnern hat viel mit Denken zu tun, aber Denker schauen gerne geringschätzig darauf von oben herab. Sie meinen, es handle sich um eine einerseits praktische, andererseits repetitive (sich wiederholende) Tätigkeit; außerdem mache man sich die dabei ja die Finger schmutzig.“ In seiner Einleitung erläutert Fox sein „Gedankenvolles Gärtnern“, das ihm zu einem Glaubensbekenntnis geworden ist.

Es geht eben nicht darum, irgendwelche Blümchen mit den Überbleibseln und Ablegern von der Nachbarin zu vermischen, im Hintergrund ein paar Büsche und fertig. „Umsichtige Gärtner denken, bevor sie wählen und pflanzen“, erklärt Fox. „Der englische Gärtner“ liefert uns „Gedanken über einzelne Pflanzen und ihre Vorlieben“, die Fox „durch eigenes Ausprobieren bestätigt gefunden hat“. Zudem zeichnet er sich aus als Anzucht-, Pflege-, Pflanzen- und Ziergarten-Ratgeber, Garten-Reiseführer und als Biograf herausragender Gartenpersönlichkeiten.

Fox fasst zusammen: „Besonnenes Gärtnern bedeutet: Pflanzen ungeachtet ihrer Herkunft gut heranziehen und sie in eine Umgebung zu setzen, die gut zu ihnen und zu uns passt.“

Das 450 Seiten starke Buch mit zahlreichen Bildern ist unterteilt in die Kapitel Winter, Frühling, Sommer und Herbst. Die weiterentwickelten Artikel, die Fox ursprünglich für die Financial Times schrieb, teile ich inhaltlich nicht alle. Er wird sich mit seinen Ansichten in Sachen Ökologie, Spritzmittel und Schädlingsbekämpfung nicht überall Freunde machen, aber damit kann er leben, so schätze ich ihn ein. Dafür kann ich mich in anderen Geschichten ausnahmslos wiederfinden, etwa in der „Hyänen-Hypothese“, der glühenden Begeisterung für Vita Sackville-West und seinen wunderbaren Pflanzen-Portraits.

Das wunderschön gestaltete und gebundene Buch, übersetzt von Susanne Held, ist für € 32,- zu haben. Für alle, die gerne Gartenkolumnen lesen, auf britischen Humor stehen, wie ich anglophil sind und meinen, sie müssten irgendwann einmal mit Prince Charles und natürlich Robin Lane Fox zu Scones und zum five o`clock tea zusammenkommen, um sich in in Sachen Garten auf den neusten Stand zu bringen, ein absolutes must have!

Um das Buch auf dem wundervollen karierten Teppich zu fotografieren, bin ich extra bis Celle gefahren ins Hotel Fürstenhof…. Das ganze Ambiente war mehr als very british und hätte dem Autor sicherlich auch gefallen 😉

Du möchtest das Buch gewinnen? Das könnte klappen! Der Klett-Cotta-Verlag stellt hierfür ein Buch zur Verfügung – herzlichen Dank dafür!

Schreibe mir hier im Blog oder bei Instagram einen Kommentar und nenne mir bis zum 27. April 2018 einen typischen englischen Begriff aus dem Bereich der Gartengestaltung. Viel Glück! Der/Die Gewinner/in wird per Los ermittelt.

 

Tada! Die Glücksfee Clara hat Sonja von Wald & Co gezogen! Herzlichen Glückwunsch, liebe Sonja und viel Lese-Vergnügen!



12 Gedanken zu „„Der englische Gärtner“ – Buchvorstellung und Verlosung

  1. Wiebke Weber sagt:

    Landscape gardening fällt mit da ein.
    Die Kunst einen Garten/Park zu gestalten oder aber auch den Garten mit Kunst zu gestalten.
    Ich würde mich dann auch dem five o‘ clock tea anschließen.
    Vielen Dank für die Buchvorstellung und die Verlosung.
    Liebe Grüße
    Wiebke

  2. Hard Landscaping. Die Engländer trennen die Gartengestaltung in harte (feste Materialien) und weiche (Bepflanzung) Gartenelemente ein. Das finde ich sehr hilfreich. 💕🌸

    Liebe Grüsse Iris Winkenbach vom Blog irislandschaften.ch

    • Kathrin Kock sagt:

      Da lerne ich wieder was Neues, liebe Iris! Und die Gartengestaltung mit Pflanzen heißt „Soft Landscaping“?

      Auch du bist im Lostopf, viel Glück! Ich hoffe, es trauen sich noch einige…

  3. Katja Förster sagt:

    Dooryard gardens. All die hübschen kleinen Vorgärten und Pflanzen neben der Eingangstür die einen Gast mit voller Blütenpracht willkommen heißen.
    Liebe Grüße Katja 🙂

    • Kathrin Kock sagt:

      Hallo Katja,

      noch einen Begriff gelernt, vielen Dank und toi, toi, toi bei der Auslosung!

      Schönen Abend für dich und lieben Gruß
      Kathrin

  4. In Great Dixter kann man die herrlichen MIXED BORDER, angelegt von Christopher Lloyd bewundern…ich glaube jeder Gartenbesucher, der je ein englisches Border gesehen hat wird diesen Anblick so schnell nicht vergessen….
    einnehmend & umwerfend….einfach wunderbar!
    Du bist ja toll, hast extra für den tollen Teppich eine Autofahrt auf dich genommen,
    hoffentlich hast du dich mit einem cream tea belohnt!
    Warm regards
    Vita

    • Kathrin Kock sagt:

      Dear Vita!

      Die mixed borders von Christopher Lloyd haben wir auf „meiner“ Gartentour im Sommer 2016 sehen können. Wirklich traumhaft, Farbkombinationen die mancher sicher für gewagt hält.
      Na ja, mit cream tea habe ich mich nicht belohnt, muss ich wohl noch mal hin 😉 Aber zu trinken gab es auch was…

      Very best regards,
      Katherine

  5. Hallo liebe Kathrin. Zuerst einmal möchte ich sagen, was für ein fantastisches Buch, welches ich sehr gerne zu meiner Gartenbibliothek hinzufügen würde. Zudem auch einen Applaus, dass du extra in meine Heimatstadt Celle gefahren bist, um das Buch in Scene zu setzen. Und der Oberklopfer für mich ist, dass du auch noch eine der schönsten „Locations“, den Fürstenhof, ausgewählt hast, der natürlich für mich eine ganz besondere persönliche Bedeutung hat.
    Es erfüllt mich mit grosser Freude, dass du, wie ich, auch eine begeisterte „anglophile“ bist – es gibt doch nichts besseres, als die Englischen Gärten in Augenschein zu nehmen und danach einen „Cream Tea“ zu geniessen, mit noch warmen Scones, Clotted Cream & haugemachter Erdbeermarmelade.
    Mein ausgesuchtes englisches Wort, und auch angenommen in unserer deutschen Sprache ist „HA-HA“. Es umschriebt einer meiner Lieblingselemente in der Garten- und Landschaftsarchitektur. Im Oxford Dictionary beschrieben: „A ditch with a wall on its inner side below ground level, forming a boundary to a park or garden without interrupting the view.“ Eine wundervolle, kleine aber beeindruckende „HA-HA“ kann besichtigt werden in dem Garten Levens Hall (Nord England, Lake District). Dieses geniale und einfache Element in der Landschaftsarchitektur macht den Garten optisch noch Grösser ohne visuelle Barriere und hält zugleich Schafe und Kühe aus dem Garten.
    Ich wünsche dir noch einen wunderschönen sonnigen und grünen Tag.
    Liebe Grüsse,
    Sonja

    • Kathrin Kock sagt:

      Dear Mrs. Wald & Co, liebe Sonja!

      Wenn es mehrere Leben gibt, dann habe ich auf jeden Fall schon in England gelebt. Hier fühle ich mich ganz verstanden mit meiner Gartenleidenschaft!

      Der Begriff „HA-HA“ ist mir bekannt, habe ich doch schon mal auf meinen Gartentouren einen Vortrag über Landschaftsgärten gehalten. Die geborgte Landschaft ist ein schönes Gestaltungsmerkmal. Obwohl ein echter Landschaftspark rein von der Größe gesehen es ja gar nicht nötig hätte, sich noch Landschaft dazuzuborgen…

      Der Fürstenhof ist wirklich eine Reise wert, Celle ist eine tolle Stadt und hat mir gut gefallen. So lustig, diese Verbindung 😉

      Auch für dich viel Glück, die Auslosung ist morgen früh!

      Schönen Abend und liebe Grüße

      Kathrin

  6. Pleasure Garden- nicht nur der Originaltitel eines Hitchcock- Films, sondern auch das Synonym für den wunderbaren englischen Lustgarten 🙂
    Liebe Grüße
    Hanni

    • Kathrin Kock sagt:

      Liebe Hanni,

      schön, dass du mitmachst. Danke für den Pleasure Garden. Toi, toi, toi für dich, ich drück die Daumen!

      Habe einen schönen Abend!

      Herzliche Grüße

      Kathrin

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