Rosen-Fieber

 

…oder, wenn der Postbote 2 x klingelt…

 

Die Rose blüht – bis es soweit ist, muss einiges getan werden!

Schon in meinem ersten Garten hat mich das Thema „Rosen“ erst beim zweiten Anlauf gepackt. Die ersten Exemplare, die ich als „Einsteiger-Rosen“ einkaufte, hatten mich nicht überzeugt und ich verschenkte sie mit den Worten „Rosen, das ist nichts für mich!“

 

 

Dabei konnten die Rosen eigentlich nichts dafür, mir fehlte nur das, was die Gärtnerin und der Gärtner am meisten benötigt: GEDULD! Von einer Rose zu erwarten, dass sie sich binnen einer Gartensaison zur absoluten Beauty-Queen entwickelt war reichlich vermessen. Ich hatte damals als absoluter Garten-Anfänger einfach nicht die Übersicht. Ich meinte, dass ich mich mit all diesen Sachen wie richtiges Pflanzen, Schneiden, Düngen,… nicht anfreunden könne und das alles zu kompliziert sei. Als ich dann noch hörte, dass Rosen „zickig“ sein können, war es ganz vorbei.

Dennoch wurmte es mich früher oder später, als ich nicht mehr so ganz grün hinter den Ohren in Sachen „Garten“ war, dass andere Gartenfreunde scheinbar ganz gut mit ihren Rosen zurecht kamen und wahnsinnig schöne Exemplare ihr Eigen nennen konnten.

Wenn die das können, kann ich auch! Und, siehe da, der zweite Anlauf klappte wunderbar und nach und nach habe ich alles gelernt, was frau zum Thema „Rosen“ wissen sollte. Fehler habe ich natürlich gemacht, die gehören dazu.

Rosenliebe auf den zweiten Blick! Immerhin hatte ich zuletzt über 70 verschiedene Rosensorten in meinem alten Garten!  Im neuen allerdings hatte die Rose in den ersten vier Jahren keinen leichten Stand. Ich wollte alles ein wenig anders und pflegeleichter, denn leider konnte ich meinen alten Garten beim Umzug nicht wie einen Teppich aufrollen und auf neuem Grund wieder ausrollen…

Nun gibt es in diesem Jahr ein neues Beet – wer meine letzte Kolumne „Junges Gemüse“ gelesen hat, weiß schon Bescheid! Es gibt Platz für Gemüse, aber auch für ROSEN! Das Rosen-Fieber hat mich überfallen! Ohne die wunderschönen duftenden Rosenblüten kann ich auf Dauer eben doch nicht sein 😉

Ich habe bei Kordes Rosen 10 Rosen bestellt, ein Paket mit Rosendünger gratis dazu. Eigentlich bin ich ja der festen Überzeugung, das geht nicht per Internet, so eine Pflanzenbestellung. Ich muss die Rosen sehen, die ich kaufe…

Versuch macht klug, machen wir den Test: Rosen ausgesucht, Bestellung abgeschlossen und wenn der Postbote eine Woche später 2 x klingelt, dann sind es Rosen von Kordes!

Bestellt habe ich die Sorten Fritz Nobis, Frühlingsduft, Rose de Resht, Edenrose 85, Ghislaine de Feligonde, Suaveolens, Bordeaux, 2 x Diamant und Pink Grootendorst.

Ich bin mit der Qualität sehr zufrieden, alle Rosen sind mehrtriebig und machen einen kräftigen Eindruck.

Die Pflanzanleitung für wurzelnackte Rosen ist sehr gut beschrieben. Unbedingt müssen sie vor dem Pflanzen 12-24 Stunden in ein Wasserbad gestellt werden.

Das Pflanzloch muss so groß und tief sein, dass die Wurzeln genügend Platz haben. Die Veredlungsstelle gehört unbedingt 5 cm = 3 Finger unter die Erde!

Die Rosen nach dem Verfüllen des Pflanzloches gut einschlämmen, antreten und auch im Frühjahr anhäufeln. In den nächsten Monaten gut mit Wasser versorgen. Abgehäufelt wird, wenn die belaubten Neutriebe eine Länge von 10 cm haben.

Wie sich die Rosen entwickeln werde ich von dieser Stelle natürlich berichten!

Wurzelnackte Rosen können bis Ende April gepflanzt werden, ab Mai werden dann Rosen in Containern angeboten.



4 Gedanken zu „Rosen-Fieber

  1. Rosen sind einfach immer schön! Und wenn sie auch noch duften…
    Rose de Resht ist eine wunderbare Rose mit einem ungeheueren Duft!
    Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deinen Neuzugängen.
    Viele Grüße von
    Margit

    • Kathrin Kock sagt:

      Liebe Margit,

      ja, da bin ich ganz deiner Meinung: Ohne Rosen geht es nicht! Ich habe mir in diesem Paket einige Rosen zusammengestellt, die duftend sind. Auf die Rose de Resht freue ich mich schon. Ich hatte sie auch in meinem ersten Garten und ihr Duft ist unvergessen!

      Vielen Dank auch für deine guten Wünsche für meine Garten-Neuzugänge! Täglich gucke ich und es tut sich auch schon etwas! Die Rosen treiben schon kräftig. Da wir heute wieder Schnee und Hagel hatten, bin ich froh, angehäufelt zu haben. Ab Sonntag soll das Wetter hier besser und wärmer werden. Kälter geht ja auch fast nicht mehr für Ende April 😉

      Viel Freude im Garten wünscht dir

      Kathrin

  2. Liebe Kathrin,

    danke für den detaillierten Beitrag. Rosen sind meine absoluten lieblingspflanzen, auch wenn sie bei mir nicht immer blühen. Hast Du denn auch Bilder von den Ergebnissen, dann würde ich mir mal die gleichen Sorten ansehen? Und hast Du einen Spezial-Tipp gegen Ungeziefer?

    Danke Dir
    Lg
    Lisa

    • Kathrin Kock sagt:

      Liebe Lisa,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Wie schön, dass wir die gleiche Leidenschaft teilen! Ich habe von den Neupflanzungen noch keine Bilder in Blüte. Sie sind ja erst vor wenigen Wochen gepflanzt. Nun treiben sie schön aus und mit Sicherheit werden Fotos von den blühenden Rosen Ende Juni folgen.

      Ich habe allerdings ein paar „Alte Rosen“ dabei, die werden erst im 2. Standjahr blühen.

      Gegen Ungeziefer habe ich kein Patentrezept, wer macht denn Ärger an deinen Rosen? Laus oder Rollblattwespe…? Ich spritze meine Rosen nicht, es gibt im Netz aber viele Tipps für selbst hergestellte „Brühen“ gegen das eine oder andere Problem und zur Stärkung etc.

      Von Wilhelm Busch gibt es zu dem Thema ein ganz nettes Gedicht:

      Des Morgens früh, sobald ich nur
      mein Pfeifchen angezündet
      geh ich hinaus zur Hintertür
      die in den Garten mündet.
      Besonders gern betracht ich dann
      die Rosen, wo so niedlich
      Die Blattlaus sitzt und saugt daran
      so still, so friedlich.
      Und doch wird sie, so still sie ist
      der Grausamkeit zur Beute;
      der Schwebfliegen Larve frißt,
      sie auf bis auf die Häute.

      Schluppwespchen flink und klimperklein,
      so sehr die Laus sich sträube,
      sie legen noch ihr Ei hinein
      noch bei lebendigem Leibe.

      Sie aber sorgt nicht nur mit Fleiß
      durch Eier für Vermehrung,
      sie kriegt auch Junge hundertweis
      als weitere Bescherung.

      Sie nährt sich an dem jungen Schaft
      der Rosen, eh sie welken;
      Ameisen kommen, ihr den Saft
      sanft streichelnd abzumelken.

      So seh ich in Betriebsamkeit
      das hübsche Ungeziefer
      und rauche während dieser Zeit
      mein Pfeifchen tief und tiefer.

      Daß keine Rose ohne Dorn,
      bringt mich nicht aus dem Häuschen.
      Auch sag ich ohne jeden Zorn:
      Kein Röslein ohne Läuschen!

      In diesem Sinne, rosige Grüße und möglichst wenig Ungeziefer in diesem Sommer!

      Rosen-Fotos auf meinem Blog folgen, versprochen!

      Kathrin

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