Mein Gartenprojekt 2017 – Die Doppelborder

Ein neues Projekt im Garten ist immer wieder spannend! Für 2017 habe ich mir gleich drei neue Projekte vorgenommen, die schon lange in meinem Kopf brodelten…

 

Das größte dieser drei Projekte möchte ich euch heute vorstellen, es ist sozusagen DAS Gartenprojekt 2017. Die Doppelborder oder doppelte Blumenrabatte.

Als ich 2013 angefangen habe, den Garten anzulegen, ist mir diese Idee schon in den Sinn gekommen. Ich hatte mich damals jedoch entschieden, nicht so viele Beete anzulegen… Na ja, vier Jahre habe ich auch behauptet, das reicht so, der Garten ist „fertig“… Mmmm, scheinbar doch nicht!

 

 

„Fertig“ ist ein Garten ja zum Glück nie, denn Garten ist Leben und Leben bringt Veränderung!

Im Januar 2017 brach sich die Idee dann endgültig Bahn und schon am 4. Februar bei milden Temperaturen konnte quasi der erste Spatenstich gemacht werden:

Gute 40 m² neue Beetfläche! Da jubelt das Gärtnerinnenherz! Doch zuerst hieß es Rasen abtragen! Wir hätten nebenbei noch die sauber abgetragenen Grassoden als Rollrasen verkaufen können 😉 Dann haben meine beiden besten Gartenhelfer noch ordentlich Reifekompost, den wir von der hiesigen Kompostierungsanlage bezogen haben, eingearbeitet. Ein ganz wesentlicher Aspekt bei der Bodenaufbereitung! Durch diese natürliche Düngegabe habe ich einen wunderbaren krümeligen Boden enthalten, die Pflanzen haben es mir gedankt.

Ganz nach englischem Vorbild sollte eine „mixed border“, eine gemischte Rabatte entstehen. Also Sträucher, Rosen, Stauden Gräser, Einjährige… In den nächsten Tagen werde ich noch eine Menge Blumenzwiebeln versenken. So wird fast „durchgeblüht“, wie es der berühmte Staudenzüchter Karl Foerster zu seinen Lebzeiten forderte.

In die neue rechte Seite des 17 m langen Weges (mein „Long walk“ ;)) habe ich eine rotblühende Zaubernuss (Hamamelis intermedia „Feuerzauber“), zwei Berberitzen (Berberis thunbergii „Ruby Glow“), die in Würfelform geschnitten werden sollen, gepflanzt. Sie decken die „Rubrik“ Sträucher ab. Als immergrüne Sträucher habe ich mich für den kleinblättrigen Ilex (Ilex crenata convexa) entschieden. Diese drei Pflanzen werden in Kugelform geschnitten und geben dann auch im Winter einen schönen Hingucker.

Auf den folgenden sechs Fotos, die von April bis Juni entstanden sind, könnt ihr einiges von den Pflanzen, die ich bisher aufgezählt habe, wiederfinden…

Als nächstes habe ich die Rosen gepflanzt, dazu habe ich bereits Ende April unter „Rosenfieber“ einen Post geschrieben. Die Rosen, die ich von Kordes bezogen habe, sind allesamt gut angewachsen und haben wunderbar geblüht!

Eine Clematis, die Clematis textensis „Buckland Beauty“ ist umgezogen in die neue rechte Beetseite, sie begeistert mit einer frühen und lang anhaltenden Blüte in Glöckchenform. Auch haben verschiedene Gräser, die ich geteilt habe, ihren Standort gewechselt und beleben nun mit ihrem flatterhaften Charme das neue Beet. Reitgras Karl Foerster (Calamagrostis acutiflora) ist z. B. ein solcher Vertreter.

Einige der zahlreichen Stauden, die nun den Rosen, Gräsern und Sträuchern zur Seite stehen, sind neu. Ich habe mich schwer verliebt in die wunderschönen Staudenknöteriche (Bistorta amplexicaulis z.B. „Delgado“ oder „JS Calor“, „Alba“) und in die megaschöne Sterndolde (Astrantia major „Venice“).

Doch die meisten Stauden sind „Ableger“, die sich ausgesät haben. Da sind die schönen Storchschnabelsorten Geranium macrorrhizum „Camce“ in einem zarten rosa blühend, einfach bezaubernd schön, Geranium renardii „Philippe Vapelle“ in zartem lilablau und das einfache Geranium macrorrhizum in lila. Dann gibt es noch den Teppichknöterich, das Hasenohr oder Wollziest (Stachys byzantina), auch Ableger, als Pendant zu meinen lieben rotlaubigen Pflanzen. Dann liebe ich die Purpurglöckchen (Heuchera „Purple Palace“), die als Staude dieses tiefe Rot in ihren Blättern trägt! Auch sie sät sich bei mir im Garten super aus! Fetthennen dürfen nicht fehlen, ich finde die einfache „Herbstfreude“ (Sedum telephium) inzwischen mit am schönsten. Sie ist nicht zickig wie manche ihrer rotlaubigen Schwestern (die ich trotzdem so mag!), sie ist völlig unkompliziert!

Gaura lindheimeri hat die „Neue“ auch zu bieten. Leider ist sie nicht ganz winterhart, aber sie sät sich auch aus…Dann gibt es noch drei schnuckelige Astern, die gerade so gaaanz langsam anfangen zu blühen mit gaaanz kleinen Sternchen… Aster ericoides „Lovely“ und eine lavendelblaue Schwester!

Mein Eisenkraut (Verbena bonariensis und Verbena hastata) hat sich ja so was von, ihr ahnt es schon, ausgesät. Das konnte ich prima über den „Long Walk“ rüber pflanzen. Ein Traum! Auch die blaßgelbe Kapuzinerkresse, die ich als Lückenfüller eingesetzt habe, blüht immer noch…Und dann habe ich noch Wicken ausgesät, direkt vor mein Werkstattfenster….Mmmmhh – himmlisch, dieser Duft!

Ich habe mir vorgenommen, die Pflanzabstände einzuhalten! Fällt euch das auch so schwer? Nach so vielen Jahren Gartenpraxis habe ich einiges bestimmt wieder zu dicht gepflanzt…Wahrscheinlich muss im nächsten Jahr ein neues Projekt her???

Während ich diese Zeilen hier schreibe, bin ich bestimmt fünfzig mal aufgestanden um aus dem Fenster zu sehen, was denn noch alles im neuen Beet rechts vom Weg wächst… Und das ist mein Blick vom Schreibtisch aus meiner Keramik-Werkstatt…

Zu diesem Artikel hat mich der Gartenblog von Miss Minze inspiriert. Sie ruft zu einer Blog-Challenge auf!

Wenn du auch den einen oder anderen Tipp hast für Gartenneulinge oder für die fortgeschrittenen Gärtner/innen unter uns hast, dann mach doch mit!

 



6 Gedanken zu „Mein Gartenprojekt 2017 – Die Doppelborder

    • Kathrin Kock sagt:

      Hallo Margit!

      Ja, das finde ich auch! Ich möchte mich auch gar nicht über den Sommer beschweren. Der viele Regen hat meine Pflanzungen optimal unterstützt. Ich habe kaum gießen müssen.
      Ich freue mich riesig über meinen „Neuzugang“, der sogar jetzt Anfang Oktober so viel Farbe in den Garten bringt.

      Hab noch einen schönen freien Tag!

      Lieben Gruß

      Kathrin

  1. Mensch, du hast wirklich einen grünen Daumen, liebe Kathrin! Wenn man dein Staudenbeet auf den tollen Fotos so sieht, dann würde man nie glauben, dass du es erst in diesem Jahr angelegt hast! Fantastisch!
    Beneidenswert finde ich zudem, dass du einfach Ableger vorhandener Stauden verwenden konntest. Das sieht bei mir noch mau aus. Ich muss immer extra alles kaufen, was echt ganz schön ins Geld geht…
    Nichtsdestotrotz lasse ich mich von dir gerne inspirieren. So ein Staudenbeet, das fast das ganze Jahr über etwas Blühendes zu bieten hat, ist ganz nach meinem Geschmack 🙂
    LG Anne (Miss Minze)

    • Kathrin Kock sagt:

      Liebe Anne,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar!
      So eine Neuanlage macht mir so richtig viel Spaß. Mit den Jahren gewinnt man viel Erfahrung, die man nutzen kann, wenn es an neue Projekte geht.

      Mit den Ablegern geht das nach ein, zwei Jahren flott. Viele Stauden säen sich aus oder lassen sich unproblematisch teilen.
      Bei Neueinkäufen teile ich manchmal sogar die junge Pflanze. Mit der Zeit lernt man, was geht und was nicht.

      Ich freue mich auf jeden Fall, dass dir mein neues Beet gefällt!

      Liebe Grüße

      Kathrin

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